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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Auswahl Pflanzenarten

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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Calamagrostis pseudopurpurea Calamintha nepeta Caldesia parnassifolia Calendula arvensis Calepina irregularis Calla palustris Calluna vulgaris Camelina microcarpa Campanula baumgartenii Campanula bononiensis Campanula cervicaria Campanula patula Campanula rapunculus Carex appropinquata Carex atherodes Carex bigelowii Carex buxbaumii Carex Carex divulsa Carex Carex divulsa Carex Carex divulsa Carex caryophyllea Carex davalliana Carex dioica Carex distans Carex elongata Carex ericetorum Carex flacca Carex flava Carex hartmanii Carex hordeistichos Carex hostiana Carex humilis Carex ligerica Carex limosa Carex michelii Carex obtusata Carex panicea Carex paupercula Carex praecox Carex pseudobrizoides Carex pulicaris Carex remota Carex secalina Carex vaginata Carex vulpina Carlina biebersteinii subsp. brevibracteata Carlina intermedia Carlina vulgaris Caucalis platycarpos Centaurea cyanus Centaurea pseudophrygia Centaurea scabiosa Centaurium erythraea Centaurium erythraea ssp. erythraea Centaurium littorale Cephalanthera longifolia Cerinthe minor Chaerophyllum aromaticum Chenopodium bonus-henricus Chenopodium murale Chenopodium opulifolium Chenopodium vulvaria Chondrilla chondrilloides Chondrilla juncea Cicuta virosa Cirsium canum Cirsium dissectum Cirsium tuberosum Cladium mariscus Clematis recta Cochlearia bavarica Cochlearia pyrenaica Colchicum autumnale Consolida regalis Cornus suecica Coronilla coronata Coronopus squamatus Corynephorus canescens Crepis bocconi Crepis mollis Crepis praemorsa Cucubalus baccifer Cuscuta epilinum Cyperus fuscus Cypripedium calceolus Cytisus nigricans

Caldesia parnassifolia
(Herzlöffel)

Biologie

ArtCaldesia parnassifolia
VerbreitungEuropa, Asien, Afrika, Arealanteil Deutschlands weniger als 10% (Hauptareal) (floraweb.de 2011)
Verbreitungskartein Deutschland: Nationaler Bericht - Bewertung der FFH-Arten, Stand 2007
Höhenverbreitunghöchste (und derzeit einzige) Vorkommen in Deutschland in Franken bei 400 m ü.d.M. (tillandsia.at 2006); ursprünglich in Deutschland im Tief- und Hügelland (Oberdorfer 1990)
Natürlicher Standortnährstoffreiche Gewässer (Hauptvorkommen)(floraweb.de 2011); im Röhricht an stehenden, basen- und ± nährstoffreichen, meso- bis eutrophen Gewässern, an Weihern, Altwassern und in Gräben, auf humosen, sandigen Schlammböden, wärmeliebend (Oberdorfer 1990)
Mykorrhizierungkeine, in keinem Vertreter der Alismatales sind Mykorrhiza vertreten (Li & Zhou 2009)
Beschreibung der Pflanze10-30 (-100) cm, Blätter tief herzfg, 2-4(-5) cm lg, stumpf, slt zugespitzt, sehr veränderl., aber lg gestielt (bis 100 cm), mit bogigen Seitennerven, z. T. untergetaucht, z. T. schwimmend, Blüten weiß, in 5-11 doldigen Quirlen, 10 mm Durchmesser, 8-10(-25) Früchte, eifg, auf Rückseite mit 3 Nerven (floraweb.de 2011)
LebensformHydrophyt (floraweb.de 2011)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011); im Winter weitgehend absterbend, aber zum Teil mit vegetativem, turionenartigem Kern überwinternd (tillandsia.at 2006)
Samenbankkeine Angabe
BlütezeitJuli–September (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchInsekten (floraweb.de 2011)
Kompatibilitätselbstkompatibel (Gituru et al. 2002)
Blütenbiologiesynözisch (hermaphroditisch) (biolflor.de 2011)
Ploidiediploid, 2n=22 (biolflor.de 2011)
FruchtSammelsteinfrucht (biolflor.de 2011)
Samenreifekeine Angabe
Samengröße2,0 x 1,0 mm (biolflor.de 2011)
Samengewichtkeine Angabe
SamenmorphologieFrüchtchen, nicht heteromorph (biolflor.de 2011); Einzelfrucht seitlich wenig zusammengedrückt, stumpf mit breitem Griffelrest, am Rücken mit 3 stumpfen Rippen, Same hufeisenförmig (Hegi 1981)
SamenausbreitungMenschen, Klett (floraweb.de 2011); evtl Vogelverbreitung (www.crsf.ch 2012)
Reproduktiondie Art bildet in unserem Klima oft gar nicht reife oder nicht keimfähige Früchte aus, daneben stehen ihr aber noch vegetative Vermehrungsorgane zur Verfügung, seitliche Blütenstände tragen in den Achseln vergrößerter Hochblätter stärkereiche Winterknospen (Turionen) mit zweizeiligen Knospenschuppen, sie faulen im Herbst ab, sinken zu Boden, befestigen sich im Frühjahr mit Adventivwurzeln und treiben zunächst mit Bandblättern zu einer neuen Pflanze aus (Hegi 1981); Samenkeimung bisher nicht beobachtet (tillandsia.at 2006)
Gefährdungeuropaweit gefährdet (floraweb.de 2011)
Rote Liste Deutschland1 (vom Aussterben bedroht) (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenBiologische Risikofaktoren wie Isolation und geringe Größe der Population, Intensive Teichwirtschaft (floraweb.de 2011)
PflegemaßnahmenVerstärkung der Wasserschutzmaßnahmen, genügend große Pufferzonen schaffen, Lenkung der Freizeitaktivitäten, Stellen zulassen, wo Wasserpflanzen und Ufervegetation nicht vollständig ausgeräumt werden (www.crsf.ch)
Schutzstatusstreng geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat sehr große Verantwortlichkeit (Welk 2002, floraweb.de 2011)
Sonstigesin China sind hauptsächlich Städtebau und Urbanisierung sowie Ausbau von Landwirtschaft und Infrastruktur für rapiden Rückgang verantwortlich (Gituru et al. 2003)

 

Kulturansprüche

Art Caldesia parnassifolia
Kultur aufwändig
Wasserbedarf Wasserpflanze, bis ca. 30 cm Wasserstand (BG München: A. Gröger & H.-J. Götzke); ihre besten Wachstumsbedingungen findet diese Art im Schwimmblattstadium (Hegi 1981); Turionen im Frühjahr auf sehr nasses Substrat auflegen, Wasserstand knapp unter Bodenoberfläche, nach der Blüte erhöhen auf 5 cm über Boden (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Nässeempfindlichkeit bis knietiefes Wasser ist kein Problem (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Dürreempfindlichkeit keine Angabe
pH-Spezifik saures Torfwasser, kalkempfindlich (BG München: A. Gröger & H.-J. Götzke); nur mit Regenwasser gießen (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Substratspezifik gedämpfter Fischteichschlamm und kalkfreier Sand 1:1 (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Nährstoffbedarf keine Angabe
Nährstoffempfindlichkeitkeine Angabe
Temperaturansprüche im Winter leichte Abdeckung mit Fichtenreisig empfehlenswert (BG München: A. Gröger & H.-J. Götzke); wärmebedürftig, bis in den Sommer im Gewächshaus bei guter Belüftung kultivieren, Turionen im Freiland unter Eisdecke überwintern, unbedingt unter Wasser, auch im Kühlschrank möglich (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Lichtbedarf sonnig (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Schädlingsprobleme Enten fressen im Winter gern die schwimmenden Turionen, daher Schutz erforderlich, sonst völlig gesund (BG München: A. Gröger & H.-J. Götzke); bei Glashauskultur ab Mitte Sommer erhöhte Gefahr von Blattläusen und Mehltau, daher dann besser ins Freiland bringen, aber Vorsicht mit Verbrennungen der unter Glas gebildeten Blätter (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Vermehrung durch Turionen und Samen, Samenbildung jahresweise sehr unterschiedlich (BG München: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Keimungsansprüche bisher keine Keimung beobachtet (tillandsia.at/caldesia.html 2006)
Keimungszeit keine Angabe
Hybridisiert mit keine Angabe
Kritische Lebensphasen keine Angabe
Sonstiges Winterknospen (Turionen) bleiben im Freiland im Wasser schwimmend, sind erst grün, dann braun, mag keine Algen, Batrachium, Potamogeton, aber evtl. Armleuchteralgen, am Wildstandort im glasklaren Wasser (BG München: A. Gröger & H.-J. Götzke); Bewurzelung der Turionen im Frühjahr dauert etwas, die ersten Blütenschäfte sind aufrecht und tragen vor allem Blüten und nur einzelne Turionen, später bilden sich horizontale Schäfte, die nur Turionen tragen, im Herbst sterben die Pflanzen ab, überleben aber zum Teil mit einem vegetativen, turionenartigen Kern (tillandsia.at/caldesia.html 2006)

 

 

Haltende Gärten / Einrichtungen


Botanischer Garten der Universität Regensburg
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
k.A. 1 1998, 2006 Bayern, Oberpfalz, Schwandorf ja

 

Botanischer Garten München-Nymphenburg
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-M-2005/2644 1 <1980 Bayern, Oberpfalz, Schwandorf

 

 

Wiederansiedlung

Die Art wurde aus Material des BG Regensburg am Wildstandort ausgebracht (BG Regensburg: P. Poschlod).