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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Auswahl Pflanzenarten

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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Eleocharis uniglumis Empetrum nigrum Epipactis helleborine Epipactis palustris Equisetum pratense Equisetum x trachyodon Erica carnea Erica tetralix Eriophorum latifolium Erucastrum nasturtiifolium Eryngium planum Erysimum odoratum Euphorbia falcata Euphorbia lucida Euphorbia palustris Euphorbia platyphyllos Euphorbia seguieriana Euphorbia villosa

Empetrum nigrum
(Schwarze Krähenbeere)

Biologie

ArtEmpetrum nigrum
Verbreitungalle Kontinente der nördlichen gemäßigten Klimazone (circumpolar), Arealanteil Deutschlands weniger als 10 % (Arealrand) (floraweb.de 2011)
Verbreitungskarteglobal: Den Virtuella Floran
Höhenverbreitungvom Tiefland bis in die subalpine Stufe (Alpen) (Jäger 2011, Adler et al. 1994)
Natürlicher StandortMoorheiden, Kiefermoore, Zwergstrauchgestrüpp der Gebirge oder der Küsten, auf frischen bis feuchten, nährstoff- und basenarmen, sauren, humosen Stein-, Sand- oder Torfböden, Licht-Halbschattenpflanze (Oberdorfer 1990)
MykorrhizierungErikoide Mykorrhiza (Harley & Harley 1987a, 1987b); Rohhumuswurzler mit Wurzelpilz (Oberdorfer 1990)
Beschreibung der Pflanze15-40 cm, Pfl niederliegend, mit aufrechten Trieben, Blätter 4-5 mm lg u. 1-1,5 mm br, nadelfg, ± gleichmäßig br, mit stark umgerolltem Blattrand (Längsfurche der Blattunterseite < 0,1 mm br), sparrig abstehend, Blüten einzeln in den Blattachseln, (2-)3-teilig, eingeschlechtl., Schwarze Beeren selten, wenn vorhanden, dann keine Staubblattreste auffindbar, Krone rötl., 2-3 mm lg, von Staubblättern weit überragt (floraweb.de 2011); bis 50 cm tief wurzelnd, Wurzelkriecher (Oberdorfer 1990)
LebensformChamaephyt (floraweb.de 2011)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011); bis 80 Jahre alt (Hegi 1975)
SamenbankTransient, present (BioPop, zit. nach bayernflora.de 2011); Samen sind physiologisch dormant (Baskin & Baskin 1998)
BlütezeitApril-Mai (floraweb.de 2011); Mai-Juni (Hegi 1975)
Bestäubung durchInsekten, Selbst (floraweb.de 2011); Wind (Oberdorfer 1990); Fliegen, Bienen (besonders Hummeln), Ameisen und Falter (Hegi 1975)
Kompatibilitätselbstinkompatibel (Volz & Renner 2008)
Blütenbiologiediözisch (biolflor.de 2011)
Ploidiediploid, 2n=26 (biolflor.de 2011)
FruchtSteinfrucht (biolflor.de 2011)
Samenreifeim Herbst, in alpinen Lagen im September bis Oktober selbst unter der Schneedecke (Hegi 1975)
Samengröße6,0 x 5,6 mm (biolflor.de 2011)
Samengewichtdurchschnittliches Tausendkorngewicht: 1,0 g (Royal Botanic Gardens Kew 2008)
SamenmorphologieSamen dünnhäutig, mit reichlich fleischigen Nährgewebe (Hegi 1975); oval oder keilförmig, runzelig (USDA Forest Service 2002); nicht heteromorph (biolflor.de 2011)
SamenausbreitungVerdauung (floraweb.de 2011); Vögel (Oberdorfer 1990); endozoochor, chinochor (durch Schneegestöber), Meeresdrift (Hegi 1975)
Reproduktionvorwiegend vegetativ, selten generativ, vegetative Vermehrung über Ausläufer (biolflor.de 2011)
Gefährdungzentral-europaweit ungefährdet (floraweb.de 2011)
Rote Liste Deutschland3 (gefährdet) (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenTrittbelastung durch Freizeitnutzung, Habitatzerstörung, erhöhte Wasserstände und Überschwemmung, verstärkte Beschattung durch Änderung der Forstnutzung, Einschleppung von Unkräutern (USDA Forest Service 2002)
Pflegemaßnahmenkeine Angabe
Schutzstatusnicht besonders geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat geringe Verantwortlichkeit (Welk 2002, floraweb.de 2011)
SonstigesBlüten überwintern vollständig fertig gebildet, sodass im Frühjahr nur eine Vegrößerung der Zellen zu erfolgen hat, Salzwasser und Benetzung verträgt sie schlecht (Hegi 1975)

 

Kulturansprüche

Art Empetrum nigrum
Kultur aufwändig
Wasserbedarf feuchter Boden (PFAF 2012); regelmäßig feucht halten (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Nässeempfindlichkeit keine (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Dürreempfindlichkeit keine Angabe
pH-Spezifik kalkmeiden (PFAF 2012); leicht sauer (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Substratspezifik sandiger, torfiger Boden (PFAF 2012); Gemisch: Nadelerde, Lauberde, Weißtorf und Mutterboden (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Nährstoffbedarf keine Angabe
Nährstoffempfindlichkeitnicht düngen (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Temperaturansprüche keine Angabe
Lichtbedarf halbschattig (PFAF 2012); sonniger Standort (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum); liebt schattige Stellen (Hegi 1975)
Schädlingsprobleme Pilzkrankheiten (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Vermehrung durch Stecklinge, Aussaat (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Keimungsansprüche auf sterilem Weißtorf im Glas aussäen (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum); optimale Keimungstemperatur 20/15°C (Baskin & Baskin 1998); Frost begünstigte bei Kinzel erst nach 3 Jahren die Keimung (Hegi 1975)
Keimungszeit keine Angabe
Hybridisiert mit keine Angabe
Kritische Lebensphasen beim Pikieren (BG Potsdam: D. Schreier, E. hermaphroditum)
Sonstiges liebt Schneedecke im Winter (Hegi 1975)

 

 

Haltende Gärten / Einrichtungen


Botanischer Garten der Technischen Universität Dresden
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-DR-001448 1 1983 Sachsen, Osterzgebirge

 

Botanischer Garten Frankfurt am Main
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-FRT-2004/445 1 2004 Nordrhein-Westfalen, Heide am großen heiligen Meer bei Hopsten