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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Auswahl Pflanzenarten

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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Oenanthe conioides Oenanthe fistulosa Oenanthe lachenalii Omphalodes scorpioides Ononis repens Onosma arenaria Orchis coriophora Orchis morio Orchis palustris Ornithogalum boucheanum Ornithogalum pyrenaicum Ornithopus perpusillus Osmunda regalis Oxytropis pilosa

Oenanthe conioides
(Schierlings-Wasserfenchel)

Biologie

ArtOenanthe conioides
Verbreitungmitteleuropäisch-endemisch, Arealanteil Deutschlands 100% (Endemit), Arealgröße 10 - 100 qkm (floraweb.de 2011); nur an der Elbe von Glückstadt bis Geesthacht (Neubecker 2002, Kadereit & Kadereit 2005)
Verbreitungskartein Deutschland: Nationaler Bericht - Bewertung der FFH-Arten, Stand 2007; Westberg et al. (2010)
Höhenverbreitungnur im Tiefland (Jäger 2011, Neubecker 2002)
Natürlicher Standortnährstoffreiche Gewässer (Hauptvorkommen) (floraweb.de 2011); nur im Tidebereich der Elbe auf naturnahen Schlickstandorten, im Bereich des Tideröhrichts an Störstellen oder am Rand des Röhrichtgürtels (Neubecker 2002)
Mykorrhizierungkeine Angabe
Beschreibung der PflanzeÄhnl. Oenanthe aquatica, aber ohne Unterwasserblätter, untere Blätter weniger fein gefiedert (Kadereit & Kadereit 2005, mit ausgezeichneter Abbildung)
LebensformHydrophyt, Hemikryptophyt, sommergrün (floraweb.de 2011)
Lebensdauerbienn (biolflor.de 2011); einzelne Pflanzen blühen schon im ersten Jahr (Neubecker 2002)
Samenbankja, bleibt am Naturstandort >30 J. keimfähig (Neubecker 2002)
BlütezeitJuni-Juli (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchInsekten, selbst (biolflor.de 2011)
Kompatibilitätselbstkompatibel (biolflor.de 2011)
BlütenbiologieBlumenklasse: Blumen mit freiliegendem Nektar (biolflor.de 2011)
Ploidiediploid, 2n=22 (wie O. aquatica, da mit dieser problemlos und fertil hybridisierend, Westberg et al. 2010)
FruchtSpaltfrucht (biolflor.de 2011); meist ellipsoidisch, etwa 4,75-5,5 mm lang und 2 mm dick (Hegi 1975)
Samenreifekeine Angabe
Samengröße5,1 mm lang (biolflor.de 2011)
Samengewichtkeine Angabe
SamenmorphologieTeilfrucht, nicht heteromorph (biolflor.de 2011)
SamenausbreitungWasser (Neubecker 2002)
Reproduktiongenerativ (biolflor.de 2011, Westberg et al. 2010)
Gefährdungweltweit vom Aussterben bedroht (floraweb.de 2011)
Rote Liste Deutschland1 (vom Aussterben bedroht) (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenBebauung, Regulierung großer Flüsse, Ausbleibende Neubildung von Kies- und Schlammflächen (floraweb.de 2011); Deichbau und damit einhergehende Änderungen im Tidewasserregime, Habitatverlust (Below & Hobohm 1998)
PflegemaßnahmenNeuanlage eines Priels als Ersatzlebensraum (Neubecker 2002)
Schutzstatusstreng geschützt, FFH: Anhang II, IV, prioritär (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat besonders hohe Verantwortlichkeit (floraweb.de 2011)
Sonstiges

 

Kulturansprüche

Art Oenanthe conioides
Kultur an sich einfach, durch die aus konservatorischer Sicht erforderliche Simulation der Tideverhältnisse aber aufwändig
Wasserbedarf hoch (Neubecker 2002)
Nässeempfindlichkeit gering (Neubecker 202)
Dürreempfindlichkeit keine Angabe
pH-Spezifik keine Angabe
Substratspezifik Schlammboden (Neubecker 2002)
Nährstoffbedarf hoch, besiedelt in der Natur nährstoffreichen Uferschlick (Neubecker 2002)
Nährstoffempfindlichkeitkeine Angabe
Temperaturansprüche keine Angabe
Lichtbedarf keine Angabe
Schädlingsprobleme Blattläuse und Schneckenfraß (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); Wasservögel, Schnecken (in der Natur) (Westberg et al. 2010)
Vermehrung durch Samen (Neubecker 2002); Aussaat unproblematisch, Keimrate meist >90% (Botanischer Verein Hamburg 2004)
Keimungsansprüche keine Angabe
Keimungszeit keine Angabe
Hybridisiert mit O. aquatica (Westberg et al. 2010); die Hybridisierungsneigung kann in der Kultur zum Problem werden (Botanischer Verein Hamburg 2004)
Kritische Lebensphasen keine Angabe
Sonstiges detaillierte Projektdarstellung auf den Seiten des Botanischen Vereins zu Hamburg

 

 

Haltende Gärten / Einrichtungen


Institut für Botanik und Botanischer Garten der Universität Hamburg
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
k.A. 1 2000 Hamburg-Tideelbe

 

Botanischer Garten der Universität Regensburg
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
k.A. 1 1999 Bayern, München, bzw. BG Göttingen

 

 

Wiederansiedlung

Die Art kommt weltweit nur im Süßwasser-Tidebereich der Elbe auf Uferschlick vor. In einem großangelegten Projekt wurde speziell als Lebensraum für diese Art ein Priel neu angelegt und mit samenhaltigem Schlick, mit Direktansaat und mit Anpflanzung von Rosetten besiedelt (Neubecker 2002).