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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Hepatica nobilis

Biologie

ArtHepatica nobilis
VerbreitungEuropa, Ost-Asien (floraweb.de 2011)
Verbreitungskartekeine Angabe
HöhenverbreitungEbene bis mittlere Gebirgslagen, Alpen bis 1540 m (Oberdorfer 1990)
Natürlicher StandortLaub- und Tannenwälder mittlerer Standorte (Hauptvorkommen), Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte (Hauptvorkommen) (floraweb.de 2011); auf sommerwarmen, frischen bis mäßig trockenen, ± nährstoff- und basenreichen, meist kalkhaltigen, neutral-milden, humosen, lockeren Lehmböden, Mullbodenpflanze (Oberdorfer 1990)
MykorrhizierungArbuskuläre Mykorrhiza (Opik et al. 2008)
Beschreibung der Pflanze5-15 cm, Laubblätter überwintern, grün, unterseits rötl., lg behaart bis kahl, mit 3 stumpfen breiten Lappen, am Grunde herzfg, Perigon 5-10-teilig, blau, 2-3,5 cm Durchmesser, Nektarien fehlend (floraweb.de 2011); bis 50 cm tief wurzelnd (Oberdorfer 1990)
LebensformHemikryptophyt, immergrün (floraweb.de 2011)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011)
Samenbanktransient (Thompson et al.1997)
BlütezeitVorfrühling (floraweb.de 2011); März-April (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchInsektenbestäubung (floraweb.de 2011); Selbstbestäubung (biolflor.de 2011)
Kompatibilitätselbstkompatibel (Picó 2002)
Blütenbiologiealle Blüten zwittrig Blüten (hermaphroditisch), Blüten sind gleichzeitig männlich und weiblich (homogam) bzw. Blüten erst weiblich, später männlich (protogyn), gynomonözisch, gynodiözisch, Blumenklasse: Pollenblüten (biolflor.de 2011)
Ploidiediploid, 2n=14 (biolflor.de 2011)
FruchtSammelnussfrucht (biolflor.de 2011)
SamenreifeMai-Juni (Picó 2002)
Samengröße4,7 x 1,5 x 1,3 mm (biolflor.de 2011)
Samengewichtdurchschnittliches Tausendkorngewicht: 3,0 g (Royal Botanic Gardens Kew 2008)
SamenmorphologieFrüchtchen, nicht heteromorph (biolflor.de 2011); Früchtchen länglich, behaart, mit kurzem Schnabel, der verdickten, halbkugeligen Blütenachse eingefügt, Same mit Elasiosom (Hegi 1975)
SamenausbreitungAmeisenausbreitung (floraweb.de 2011, Warren & Bradford 2011)
Reproduktiongenerativ und vegetativ, vegetative Vermehrung über Rhizome (biolflor.de 2011); nur über Samen, keine klonale Fortpflanzung (Warren & Bradford 2011, H. nobilis var. obtusa)
Gefährdungkeine Angabe
Rote Liste Deutschlandungefährdet (floraweb.de 2011)
Gefährdungsursachenkeine Angabe
Pflegemaßnahmenkeine Angabe
Schutzstatusbesonders geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat keine besondere Verantwortlichkeit (floraweb.de 2011)
Sonstiges

 

Kulturansprüche

Art Hepatica nobilis
Kultur einfach
Wasserbedarf frischer Boden, der im Sommer nicht austrocknet (Köhlein 1992); feuchter Boden (Brickell 2000, Cheers 2003, Angaben jeweils nur zur Gattung), Gleichmäßig feucht halten, aber nicht nass (Gartendatenbank 2012), feuchter Boden (PFAF 2012)
Nässeempfindlichkeit benötigt gut wasserdurchlässigen Boden (Brickell 2000, Cheers 2003, Angaben jeweils nur zur Gattung); empfindlich gegen Staunässe (Gartendatenbank 2012)
Dürreempfindlichkeit verträgt Trockenheit nicht so gut (Köhlein 1992); empfindlich gegen Trockenheit (Gartendatenbank 2012)
pH-Spezifik kalkhaltiger Boden (Jelitto 1990, Angaben nur zur Gattung); kalkhaltiger Boden (Köhlein 1992); kalkliebende Pflanze (Köhlein 1994); neutrale bis alkalische Erde (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); normaler Gartenboden, das Substrat kann neutral oder kalkhaltig (alkalisch), darf aber nicht sauer sein (Gartendatenbank 2012); Boden sollte kalkhaltig sein (PFAF 2012)
Substratspezifik Waldhumusboden (Jelitto 1990, Angaben nur zur Gattung); humoser Boden (Köhlein 1992); humusreiche Erde, schwerer Boden (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); Lehmboden (PFAF 2012)
Nährstoffbedarf jährlich im Herbst oder im Frühling nach der Blüte mit Blattmulch oder Gartenkompost kopfdüngen (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); nährstoffreicher Boden (Cheers 2003, Angaben nur zur Gattung); am besten mulchen, dann braucht man nicht zu düngen (Gartendatenbank 2012)
Nährstoffempfindlichkeitkeine Angabe
Temperaturansprüche frosthart bis -15°C (Brickell 2000)
Lichtbedarf halbschattige bis schattige Lage (Jelitto 1990, Angaben nur zur Gattung); halbschattig bis absonnig (Köhlein 1994); Halbschatten (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); bevorzugen Halbschatten (Cheers 2003, Angaben nur zur Gattung); Halbschatten, aber so hell wie möglich, nur keine volle Sonne, geeignet zum Beispiel für die Nordseite von Gebäuden, im tieferen Schatten lässt die Blüte nach (Gartendatenbank 2012)
Schädlingsprobleme Jungwuchs ist anfällig für Schneckenfraß (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung)
Vermehrung durch Teilung älterer Klumpen, Aussaat (Jelitto 1990, Angaben nur zur Gattung); meist etwas problematisch, da die etwa 15 cm langen Wurzeln äußerst empfindlich sind, weshalb man Leberblümchen auch möglichst nicht umpflanzen sollte, beim Vermehren durch Teilen muss man daher sehr vorsichtig und mit Fingerspitzengefühl vorgehen, Anzucht am besten im Topf und erst später wieder in den Garten verpflanzen, wenn sie sich von der Prozedur erholt haben, erkennbar an neuem Austrieb (Gartendatenbank 2012); Teilung im späten Winter (PFAF 2012); Selbstaussaat (BG Potsdam: M. Burkart)
Keimungsansprüche Kaltkeimer (Jelitto 1990, Angaben nur zur Gattung); Lichtkeimer und Kaltkeimer mit langer Keimdauer, Samen daher am besten sofort bei Reife im Freiland aussäen (Kalter Kasten) (Gartendatenbank 2012)
Keimungszeit keine Angabe
Hybridisiert mit keine Angabe
Kritische Lebensphasen keine Angabe
Sonstiges giftig (Cheers 2003)

 

Haltende Gärten / Einrichtungen

Botanischer Garten der Universität Düsseldorf
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-DUSS-4552 1 2008 Bayern, Landkreis Starnberg

 

Botanischer Garten der Technischen Universität Dresden
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-DR-010741 1 1977 Thüringen, LK Nordhausen

 

Botanischer Garten Frankfurt am Main
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-1-FRT-2010/534 1 2010 Hessen, Breuna

 

Botanischer Garten der Universität Marburg
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-1-MB-2000/40 2 2000 Thüringen, Eußenhausen

 

Ökologisch-Botanischer Garten der Universität Bayreuth
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-BAYRT-030766 1 2003 Bayern, Fränkische Alb, Heckenhof