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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Dianthus deltoides
(Heide-Nelke)

Biologie

ArtDianthus deltoides
VerbreitungEuropa, West-Sibirien (floraweb.de 2011)
Verbreitungskarteglobal
HöhenverbreitungTiefland bis mittlere Gebirgslagen, Schwarzwald bis 1100 m (Oberdorfer 1990); Flach- und Hügelland unter 700 m (BG Bonn: W. Lobin)
Natürlicher StandortZwergstrauchheiden und Borstgrasrasen (Hauptvorkommen), Trocken- und Halbtrockenrasen (Hauptvorkommen) (floraweb.de 2011); auf trockenen bis mäßig frischen, mäßig basenreichen, kalkarmen, mäßig sauren, ± humosen Sandböden oder ± steinigen Lehm- oder Torfböden (Oberdorfer 1990)
Mykorrhizierungkeine Mykorrhizierung (Harley & Harley 1987a, 1987b)
Beschreibung der Pflanze10-40 cm, am Grunde verzweigt, Blätter bis 25 mm lg, schmal lineal, (wie Stg) dicht kurzhaarig, Blüten einzeln od. in wenigblütigen Rispen, Kelchschuppen 2, eifg, mit aufgesetzter Granne, halb so lg wie der 12-18 mm lange Kelch, Kelchzähne spitz, Platte der Kronblätter etwa 10 mm lg, purpurn, gezähnt, mit weißen Punkten u. dunklerem Querstreifen, behaart (floraweb.de 2011); mit dünnen Primärwurzeln (Köhlein 1990)
LebensformHemikryptophyt, Chamaephyt (floraweb.de 2011); Triebe mit gehäuften Laubblättern überwintern grün (Hegi 1979)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011); nicht langlebig (Köhlein 1990)
Samenbanklangfristig persistent, transient (leda-traitbase.org 2012)
BlütezeitJuni-September (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchInsekten (floraweb.de 2011)
Kompatibilitätselbstkompatibel (biolflor.de 2011)
Blütenbiologiesynözisch, hermaphroditisch (biolflor.de 2011); Falterblume (Oberdorfer 1990)
PloidieDiploid, 2n=30 (biolflor.de 2011, Köhlein 1990)
FruchtKapsel (biolflor.de 2011)
SamenreifeAugust-Oktober (BioPop, zit. nach bayernflora.de 2012)
Samengröße1-1,5 mm lang (Hegi 1979)
Samengewicht0,2 mg (biolflor.de 2011)
Samenmorphologiekeine Angabe
SamenausbreitungSamen werden durch Wind oder vorbeistreifende Tiere aus Kapsel geschleudert (LLUR 2008)
Reproduktiongenerativ und vegetativ (biolflor.de 2011)
Gefährdungkeine Angabe
Rote Liste Deutschlandungefährdet (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenStickstoffeintrag, Nutzungsaufgabe, Nutzungsintensivierung (Benkert & Klemm 1993, Korneck et al. 1996); Fehlen geeigneter Trockenrasenhabitate sowie Vergrasung, Verbuschung von Heideflächen durch Aufgabe der Schafbeweidung (LLUR 2008)
Pflegemaßnahmenkeine Angabe
Schutzstatusbesonders geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat keine besondere Verantwortlichkeit (Ludwig et al. 2007, floraweb.de 2011)
Sonstigeskeine Angabe

 

Kulturansprüche

Art Dianthus deltoides
Kultur einfach
Wasserbedarf auf trockenen Plätzen wachsend (Jelitto 1990); liebt mäßig frisch bis halbtrockenen Boden (Köhlein 1994); trocken (LLUR 2008); nicht hoch (BG Bonn: A. Krämer)
Nässeempfindlichkeit sehr hoch (BG Bonn: A. Krämer)
Dürreempfindlichkeit trockenheitsresistent (Gartendatenbank 2012); sehr gering (BG Bonn: A. Krämer)
pH-Spezifik basenreich, aber kalkarm, leicht sauer (Köhlein 1994); liebt Boden mit saurer Reaktion (Köhlein 1992); saure, kalkarme Sandböden (LLUR 2008); saurer Boden (BG Bonn: A. Krämer)
Substratspezifik kieselhaltiger Boden (Jelitto 1990); sandig oder anlehmig (Köhlein 1994); liebt sandigen Boden (Köhlein 1992); Sandböden (Phillips & Rix 1991, LLUR 2008)
Nährstoffbedarf auf Magerrasen wachsend (Köhlein 1994, LLUR 2008); gering (BG Bonn: A. Krämer)
Nährstoffempfindlichkeitkeine zu hohen Düngergaben geben, eher durch Kompostanteile ausgleichen (BG Bonn: A. Krämer)
Temperaturansprüche winterhart bis -20°C und kälter (Phillips & Rix 1991); wärmeliebend (LLUR 2008)
Lichtbedarf volle Sonne (Phillips Rix 1991, BG Bonn: A. Krämer); sonnig bis leicht schattig (LLUR 2008)
Schädlingsprobleme keine bekannt (BG Bonn: A. Krämer)
Vermehrung durch lässt sich leicht aus Samen ziehen (Köhlein 1994); leicht durch Aussaat oder Stecklinge (Cheers 2003, Angaben nur zur Gattung); Aussaat bei 18 ° - 20 °C, zur Abhärtung später Temperatur absenken (BG Bonn: A. Krämer)
Keimungsansprüche Aussaat im Herbst mit einem Abstand von 2-3 cm, Keimung im darauffolgenden Herbst (LLUR 2008); Kaltkeimer (BG Bonn: A. Krämer)
Keimungszeit 2-3 Wochen (BG Bonn: A. Krämer)
Hybridisiert mit D. alpinus, arenarius, armeria, barbatus, carthusianorum, chinensis, superbus (Köhlein 1990)
Kritische Lebensphasen keine Angabe
Sonstiges Schutz vor starkem Wind (Cheers 2003, Angaben nur zur Gattung); Pflanzen sind im Garten kurzlebig (Köhlein 1990)

 

 

Haltende Gärten / Einrichtungen


Botanische Gärten Bonn
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-BONN-16884 2 2000 Nordrhein-Westfalen,Bonn-Hangelar, Flugplatz am Herkunftsort 2006

 

Botanischer Garten der Universität Marburg
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-1-MB-1999/853 2 1998 Hessen, Amönau