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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von mehr als 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 84 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.


Viola guestphalica

Biologie

ArtViola guestphalica
Verbreitungmitteleuropäisch-endemisch, Arealanteil Deutschlands 100% (endemisch), weltweit nur ein einziges Vorkommen in Nordrhein-Westfalen (floraweb.de 2011, Beinlich & Köble 2007)
Verbreitungskartefloraweb.de (2012)
Höhenverbreitungca. 400 m ü. NN (Beinlich & Köble 2007)
Natürlicher StandortTrocken- und Halbtrockenrasen (Hauptvorkommen) (floraweb.de 2011); auf Schwermetallböden (Jäger 2011); schwermetallbelastete Magerrasen (Galmei-Rasen) und Feuchtwiesen (Beinlich & Köble 2007)
MykorrhizierungDie Kolonisierung mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ist mit dem Schwermetallgehalt der Standorte korreliert (Hildebrandt et al. 1999)
Beschreibung der PflanzeÄhnl. Viola calaminaria, aber Blüten purpurviolett bis blau (floraweb.de 2011, Beinlich & Köble 2007)
LebensformHemikryptophyt (floraweb.de 2011)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011)); kurzlebig (Herr Forst, BG Münster)
Samenbankkeine Angabe
BlütezeitEnde Erstfrühling (floraweb.de 2011); Mai-Oktober (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchSelbstbestäubung, Insektenbestäubung durch Bienen (biolflor.de 2011)
Kompatibilitätselbstkompatibel (biolflor.de 2011)
Blütenbiologiealle Blüten zwittrig (hermaphroditisch), Blüten gleichzeitig männlich und weiblich (homogam), Bienenblüten (biolflor.de 2011); sexuelle Samenproduktion, da keine Apomikten in Gattung bekannt (biolflor.de 2011)
Ploidie2n=52, tetraploid (biolflor.de 2011)
FruchtKapsel (biolflor.de 2011)
Samenreifekeine Angabe
Samengröße1,0 x 1,9 x 1,0 mm (biolflor.de 2011)
Samengewicht0,6 mg (biolflor.de 2011)
SamenmorphologieSamen der Gattung Viola oft mit Caruncula und fleischigem Elaiosom (abhängig von Ausbreitungsstrategie) (Beattie & Lyons 1975); nicht heteromorph (biolflor.de 2011)
Samenausbreitungin der Gattung Viola dominieren 2 Ausbreitungsstrategien: zum Einen vollständig mymecochor und zum Anderen Ameisenausbreitung in Kombination mit Selbstausbreitung (Diplochorie) (Beattie & Lyons 1975); keine artspezifischen Angaben verfügbar
Reproduktiongenerativ (biolflor.de 2011); sexuelle Fortpflanzung problematisch, vermutlich wegen instabilem Genotyp (Siuta et al. 2005).
Gefährdungweltweit gefährdet (floraweb.de 2011)
Rote Liste DeutschlandR (extrem selten) (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenVerbuschung (wikipedia.de 2012)
PflegemaßnahmenMähen (wikipedia.de 2012)
Schutzstatusbesonders geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat besonders hohe Verantwortlichkeit (floraweb.de 2011)
Sonstigeserst 1986 als eigenständige Art erkannt (Beinlich & Köble 2007)

 

Kulturansprüche

Art Viola guestphalica
Kultur aufwändig
Wasserbedarf gering (BG Bonn: A. Krämer)
Nässeempfindlichkeit hoch (BG Bonn: A. Krämer)
Dürreempfindlichkeit gering (BG Bonn: A. Krämer)
pH-Spezifik leicht sauer (BG Bonn: A. Krämer)
Substratspezifik stickstoffarm, leicht saure Böden (BG Bonn: A. Krämer)
Nährstoffbedarf gering, Praxiserde: Kompost, Sand, Lavalit 1:1:1 (BG Bonn: A. Krämer)
Nährstoffempfindlichkeitstickstoffarm, leicht saure Böden (BG Bonn: A. Krämer)
Temperaturansprüche frosthart (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); sonnig, nicht verbuschte Wiesen (BG Bonn: A. Krämer)
Lichtbedarf volle Sonne (BG Bonn: A. Krämer)
Schädlingsprobleme gegen Blattläuse, Rote Spinnmilbe, Veilchen-Blattrollmücke, Mosaik-Viren, Rost, Echten Mehltau und Schneckenfraß anfällig (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); Schnecken (BG Bonn: A. Krämer)
Vermehrung durch Aussaat (BG Bonn: A. Krämer)
Keimungsansprüche Kalt- & Dunkelkeimer, Saatgut direkt nach Ernte kühl lagern (BG Bonn: A. Krämer)
Keimungszeit Nach Kühlphase bei 4°C, 2-3 Wochen (BG Bonn: A. Krämer)
Hybridisiert mit leicht mit anderen Veilchen (Herr Forst, BG Münster)
Kritische Lebensphasen in der Anzucht auf Schneckenbefall achten (BG Bonn: A. Krämer)
Sonstiges

 

 

Haltende Gärten / Einrichtungen


Botanische Gärten Bonn
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-BONN-32273 2 2011 Nordrhein-Westfalen, Kreis Paderborn, Bleikuhle bei Blankenrode-Lichtenau

 

Botanischer Garten der Universität Münster
IPEN Level Zugang Herkunft Wiederans. Web
DE-0-MSTR-17376 2 2001 Nordrhein-Westfalen, Marsberg